Hunde brauchen Hunde

Ist das so? Für ein glückliches Hundeleben wäre das schon gut - ABER!!! Hunde brauchen vernünftige Hundekontakte. Kontakte, bei denen sie sich wohl fühlen, bei denen sie sich messen können (im vernünftigen Rahmen), bei denen sie sich mal unterordnen müssen (ebenfalls im vernünftigen Rahmen) und bei denen sie sich mal behaupten können. All dies müssen Hunde lernen. Optimalerweise bringen sie schon einiges mit, weil sie mit Eltern, Geschwistern und eventuell noch weiteren Hunden (Tante, Oma etc.) aufwachsen. Im besten Fall haben sie hier schon die ersten Verhaltensregeln mitbekommen, so z.B., wenn der Welpe zu nervig war, bekam er von Mama, Tante, Oma oder so eine klare Ansage. Im neuen Zuhause wird dies optimalerweise weitergeführt. Man sucht gute und vernünftige Hundekontakte, diese können in der direkten Umgebung stattfinden, in einer gut geführten Welpengruppe (keine reinen Spielgruppen bitte, wo die Hunde unkontrolliert aufeinander losgelassen werden) und auch auf den (bitte noch kurz gehaltenen) Spaziergängen. Wichtig dabei zu beachten ist, dass die Welpen keinen sogenannten Welpenschutz haben, achten Sie also darauf, dass ihr Welpe nicht einfach zu jedem Hund hinrennt. Klären Sie im Vorfeld, ob der andere Hund mit Welpen kompatibel ist. Achten Sie bitte auch darauf, dass Sie Ihrem Welpen Schutz bieten, wenn dieser überfordert ist und bei Ihnen Schutz sucht. Ihr Hund muss und soll sich bei Ihnen sicher fühlen. Wenn das nun also gut funktioniert hat, so bekommt man mit ein bisschen Glück einen verträglichen Hund. Wer nun aber denkt, dass jeder Hund mit jedem spielen muss, dass jeder Hund jeden anderen Hund toll finden muss, der irrt. Auch dem verträglichsten Hund begegnet vielleicht mal ein Hund, den er nicht leiden kann. Wenn es dann einmal laut wird, ist das kein Beinbruch. Kommunikation unter Hunden muss gestattet sein. Wenn meine Hündin nicht will, dass ein Rüde ihrem Hinterteil zu nahe kommt, dann äußert sie das laut und deutlich. Ja, manchmal schnappt sie auch in die Luft, wenn das Knurren nicht gereicht hat. Auch diese Kontakte sind wichtige Kontakte. Hier lernt meine Hündin, die Kommunikation so deutlich wie nötig zu halten und nicht über das Maß hinaus und der Rüde lernt im besten Fall, dass er nicht der Held jeder Hündin ist und sich vielleicht beim nächsten Mal höflicher nähern könnte. Letzlich muss ein Hund nicht jeden Hund lieben, es wäre aber schon gut, wenn er akzeptiert, dass andere Hunde in der Nähe sein dürfen und es dabei nicht zu einer Rauferei kommt. Und das allerwichtigste ist: HUNDE MÜSSEN NICHTS EINFACH SO UNTER SICH AUSMACHEN!! Manche Dinge können gut sozialisierte Hunde selbst klären, aber am Ende liegt die Verantwortung für den Hund beim Halter.


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